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Leukämie (Blutkrebs)



Knapp 12.000 Menschen erkranken schätzungsweise jedes Jahr in Deutschland an Leukämie, dem Blutkrebs der weißen Blutkörperchen (Leukozyten).

Wichtige Blutzellen werden nicht neu gebildet

Bei der Leukämie kommt es zu einem überschießenden Wachstum der weißen Blutzellen. Die Folge: Es vermindert sich die Produktion anderer wichtiger Blutzellen im Knochenmark. Je nach Verlauf unterscheiden Mediziner die akute, das heißt schnell voranschreitende, von den langsamer voranschreitenden chronischen Formen der Leukämie. Wenn die Krebszellen von unreifen Formen der weißen Blutkörperchen (Blasten) aus dem Knochenmark abstammen, wird die Leukämie myeloische (Knochenmarks-) Leukämie genannt. Gehen die Krebszellen aus Lymphozyten hervor, ist von lymphatischer Leukämie die Rede.

Eine Leukämie äußert sich durch:

  • allgemeine Schwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Herzklopfen durch begleitende Blutarmut (Anämie)
  • Knochenschmerzen, Kopfschmerzen, Schmerzen in Leber und Milz aufgrund der Besiedlung der Organe mit Krebszellen
  • vergrößerte und verhärtete Lymphknoten
  • Gewichtsabnahme
  • erhöhte Anfälligkeit für Infekte durch Mangelfunktion der entarteten weißen Blutkörperchen
Die Diagnose wird durch ärztliche Untersuchung, Blutbild und Knochenmarksbefund gestellt.

Formen der Leukämie

Die häufigste Form der Leukämie ist die chronische lymphatische Leukämie (CLL). Das Risiko für eine Erkrankung steigt mit zunehmendem Lebensalter. Sie ist die gutartigste Form der Leukämie, einige Patienten haben eine normale Lebenserwartung. Die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter ist die akute lymphatische Leukämie (ALL). Von den akuten Leukämien im Erwachsenenalter sind 80 Prozent akute myeloische Leukämien (AML). Auch sie werden wie die ALL und die chronische myeloische Leukämie (CML) mit Zytostatika behandelt. Eventuell können die Ärzte in diesen Fällen zusätzlich Knochenmark transplantieren. Dazu werden passende Stammzellen von Spendern in die Vene des Patienten gespritzt. Sie siedeln sich dann im Knochenmark an und bilden die lebenswichtigen Blutzellen.

Gute Prognose

Durch den stetigen medizinischen Fortschritt können heute bis zu 60 Prozent der Leukämien bei Erwachsenen geheilt werden, bei Kindern sind es sogar bis zu 80 Prozent.
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