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Therapie von Wechseljahresbeschwerden: Anti-Aging-Hormone



DHEA, DHEAS, GH und Melatonin – die Leserschaft von Frauenmagazinen kennt diese Begriffe, die besonders das Interesse von Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium) wecken. Es handelt sich um Hormonpräparate der Anti-Aging-Medizin, denen die Hersteller eine ganze Reihe von angenehmen Wirkungen nachsagen: Sie sollen ein wahrer Jungbrunnen sein, Falten verhindern, die Libido stimulieren, Knochen und Immunsystem stärken sowie das Wohlbefinden fördern.

Manche dieser Versprechen treffen möglicherweise zu: So zeigte sich in einer placebokontrollierten Studie, dass DHEA (Dehydroepiandrosteron) das Wohlbefinden um 84 Prozent steigern kann. Die Libido war durch DHEA, das eine Vorstufe des männlichen Sexualhormons Testosteron ist, allerdings nicht beeinflusst worden. Dennoch raten Experten von einer Behandlung mit DHEA ab, solange keine ausreichenden kontrollierten, klinischen Untersuchungen vorliegen. Das Steroid steht zudem in Verdacht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Brustkrebs zu erhöhen.

Vorsicht vor selbst ernannten "Anti-Aging-Doktoren"

Auch der Einsatz von DHEAS, Melatonin und dem Wachstumshormon GH (growth hormone) ist noch nicht umfassend untersucht und kann möglicherweise Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Krebs auslösen. Entscheidet sich eine Frau in den Wechseljahren trotz ungeklärter Studienlage für eine Therapie mit Anti-Aging-Hormonen, sollte sie sicherstellen, dass sie einen ausgebildeten Hormonspezialisten (Endokrinologen) konsultiert.

Viele Wissenschaftler stehen der Anti-Aging-Medizin aber nicht nur wegen möglicher Nebenwirkungen wenig euphorisch gegenüber: Es sei nicht erwiesen, dass sinkende Spiegel von DHEA, DHEAS, GH und Melatonin die Ursache für Alterungsprozesse im Körper seien.
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