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Organspende



Krankheiten oder Verletzungen können Organe so schwer in Mitleidenschaft ziehen, dass der Patient nur noch durch eine sogenannte Organspende gerettet werden kann. Dabei ersetzt ein Ärzteteam das funktionsunfähige Organ durch ein Spenderorgan.

Frau in OP © Thinkstock

Organspende ist oft die letzte Möglichkeit

Laut Statistik der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) spendeten im Jahr 2011 1.200 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe – 96 weniger als noch 2010. Insgesamt wurden 2011 in Deutschland 4.054 Organe transplantiert. Doch der Bedarf an Organen zur Transplantation ist weit größer als das Angebot: Rund 12.000 Patienten warten auf ein lebensrettendes Organ.

Deshalb haben sich Vertreter aller Fraktionen im Bundestag am 01.03.2012 auf eine Änderung des Transplantationsgesetzes geeinigt. Künftig sollen alle Bürger, die älter als 16 Jahre sind, regelmäßig zu ihrer Bereitschaft Organe zu spenden, befragt werden.

Viele Organe eignen sich

Die Medizin ist heute in der Lage, neben Organen auch Gewebeteile zu verpflanzen. Einziges medizinsiches Kriterium ist die sogenannte Verträglichkeit. Da es sich letztlich um fremdes „Material“ handelt, müssen die Ärzte vorab die Verträglichkeit prüfen. Je besser diese Verträglichkeit ist, desto erfolgreicher ist eine Organspende.

Doch nicht alle Organe des Menschen können transplantiert werden:
So ist beispielsweise die Transplantation von Gehirnen aus heutiger Sicht medizinisch unmöglich. Außerdem gibt es nicht nur in diesem Fall viele rechtliche Einschränkungen (Stichwort: Transplantationsgesetz). Vielfach spielen auch ethische Bedenken eine Rolle.

Mögliche Spenderorgane:

  • Nieren
  • Leber
  • Bauchspeicheldrüse
  • Herz/Herzklappen
  • Lunge
  • Dünndarm
  • Teile der Haut
  • Hornhaut der Augen
  • Gehörknöchelchen
  • Blutgefäße (Venen/Arterien)
  • Knochengewebe.

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