Gegen viele Reisekrankheiten kann man sich durch Impfung schützen. Zusätzlich ist richtiges Verhalten wichtig, zum Beispiel in Sachen Hygiene und Ernährung, um eine Ansteckung zu vermeiden.Im Überblick
Cholera
Was ist Cholera? Cholera ist eine sehr schwere und gefährliche
Durchfallerkrankung. Die Erreger sind Bakterien (Vibrio cholerae oder Vibrio el Tor), die über verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel in den Körper gelangen. Dort vermehren sie sich im Magen-Darm-Trakt und erzeugen ein Gift, das sich auf die Darmschleimhaut auswirkt. Der Betroffene leidet unter massivem Durchfall mit großem Flüssigkeitsverlust (sogenannte Reiswasserstühle).
Wo kommt Cholera vor?
Cholera tritt vor allem in Gebieten mit schlechten hygienischen Verhältnissen, nach Naturkatastrophen oder kriegerischen Handlungen auf.
Schluckimpfung gegen CholeraEs besteht die Möglichkeit einer
Schluckimpfung, die nur in Ergänzung zu den üblichen Hygienemaßnahmen anzuwenden ist und keinen kompletten Schutz bietet, dafür aber wohl auch gegen die herkömmlichen Durchfallerkrankungen wirksam ist.
Experten halten diese für normale Touristen meist für unnötig. Das Risiko einer Infektion wird als sehr gering eingeschätzt. Bei einem Aufenthalt über mehrere Wochen in einem risikoreichen Land sollte man sich aber impfen lassen. Die Impfung verleiht einen drei- bis sechsmonatigen Schutz, der aber nur bei etwa 60% liegt.
Vorsorge gegen CholeraAn erster Stelle steht eine gewissenhafte
Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. Vermeiden Sie die Benutzung von Wasser, das nicht aus abgepackten und verschlossenen Flaschen kommt. Essen Sie keine Lebensmittel, die nicht geschält, gekocht oder gebraten sind. Keine Eiswürfel in Getränke!
Symptome und Krankheitsverlauf bei CholeraCholera tritt in der Regel zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung auf. Sie beginnt mit starken Brechanfällen oder mit flüssigen Durchfällen. Dadurch verlieren die Betroffenen Flüssigkeit und lebenswichtige
Elektrolyte (salzhaltige Stoffe). Dies führt unbehandelt zu Austrocknung, Muskelkrämpfen sowie Nieren- und Kreislaufversagen. Typisches Anzeichen ist milchig-weißer Stuhl. Die Infizierten stellen ungefähr zwei bis drei Wochen eine Ansteckungsgefahr dar.
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Diphterie
Was ist Diphtherie?Diphtherie ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Diphtheriebakterien (Corynebacterium diphtheriae) verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt mit infizierten Personen. Das
Bakterium produziert Giftstoffe (Toxine), die am Ort der Infektion, dem Hals-Nasen-Rachenraum, zu einem Absterben des Gewebes führen.
Wo kommt Diphterie vor?Diphtherie tritt weltweit auf. Vermehrtes Risiko besteht in ärmeren Ländern. Neuerdings ist das Risiko in den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion besonders hoch.
Toxoidimpfstoff gegen DiphterieGegen Diphterie gibt es eine
aktive Schutzimpfung, die generell schon ab dem 2. Lebensmonat empfohlen wird. Die Schutzdauer beträgt zehn Jahre. Wer vor einer Reise keine Schutzimpfung gegen Diphterie besitzt, sollte vor der Reise zwei Impfungen im Abstand von vier bis sechs Wochen erhalten. Eine 3. Impfung sollte dann sechs bis zwölf Monate nach der 2. erfolgen, um ganz sicher zu gehen. Der Impfschutz besteht dann etwa 10 Tage nach der zweiten Impfdosis oder etwa 4 Tage nach einer Auffrischungsimpfung. Es besteht die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch die Krankenkassen.
Eine Impfung gegen Diptherie gilt in Kombination mit einer Tetanusimpfung als Vorsorge-Maßnahme.Eine aktive Vorsorge gegen Diphterie besteht nur in der Impfung.
Symptome und Krankheitsverlauf bei Diphterie
Die Krankheit beginnt etwa zwei bis sechs Tage nach der Ansteckung. Es kann ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Typisch sind außerdem Halsschmerzen, Fieber und Schluckbeschwerden. Die Schwellungen im Rachenbereich können so stark sein, dass durch ein Zuschwellen der Atemwege Erstickungsgefahr besteht. Zu den wichtigsten Komplikationen zählen
Herzmuskelentzündungen und Nervenentzündungen, die zu Lähmungen führen können. Die Diphtherie endet in 5 bis 10% der Fälle tödlich.
Diagnose und Behandlung bei Diphterie
Der behandelnde Arzt kann Diphterie anhand eines Rachenabstrichs und dem Erscheinungsbild grauer Membranen im Nasen-Rachenraum diagnostizieren. Diese entstehen innerhalb von zwei bis drei Tagen nach Krankheitsbeginn. Bereits bei Verdacht auf eine Diphtherie-Infektion muss der Patient in eine Klinik eingewiesen und dort stationär therapiert werden. Dort erhält er ein Antitoxin (Gegengift) sowie Antibiotika. Wegen der Gefahr einer Herzmuskelentzündung muss der Betroffene für etwa sechs Wochen strenge Bettruhe einhalten.
Diphtherie ist in Deutschland meldepflichtig! Aktuelle Hinweise zu Reisekrankheiten gibt das
Auswärtige Amt.
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Gelbfieber
Was ist Gelbfieber?Gelbfieber ist eine Virusinfektionskrankheit. Die Übertragung der Viren (sog. Flavivirus febricis) erfolgt durch Stechmücken (Aedes aeggypti). Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. Ohne entsprechenden Schutz oder Behandlung verläuft Gelbfieber vielfach tödlich.
Wo kann Gelbfieber vorkommen?Gelbfieber tritt in Schwarz- und Südafrika sowie in Mittel- und Südamerika auf. Vereinzelt kommt es weltweit zu eingeschleppten Gelbfieberfällen durch im Gepäck von Touristen eingeschleppten Stechmücken.
Lebendimpfstoff gegen GelbfieberEs gibt eine
Schutzimpfung mit einem attenuierten (abgeschwächten) Lebendimpfstoff gegen Gelbfieber. Sie wird bei Reisen in alle betroffenen Gebiete empfohlen. In manchen Ländern ist sie sogar Vorschrift. Reisende erhalten die Gelbfieber-Impfung bei allen autorisierten Gelbfieber-Impfstellen (z. B.
Tropeninstituten) mit vorgeschriebener Dokumentation im Internationalen Impfausweis. Zu beachten sind eventuelle zeitliche Abstände zu anderen Lebendimpfstoff-Impfungen. Außerdem sollten immungeschwächte Menschen (beispielsweise HIV-Infizierte und organtransplantierte Patienten), Schwangere und Kinder unter neun Monaten nicht geimpft werden. Auch während anderer akuter Erkrankungen und bei Hühnereiweißallergie, sowie bei Patienten mit Blutungsneigung ist eine Impfung nicht sinnvoll. Die amtliche Gültigkeit der Impfung beginnt zehn Tage nach der Impfung. Der Impfschutz beträgt zehn Jahre.
Info Personen, die aus medizinischen Gründen keine Gelbfieber-Impfung erhalten können, müssen trotz Dokumentation im Impfpass mit einer Einreiseverweigerung oder Quarantäne in Ländern mit Gelbfieberimpfpflicht rechnen.
Vorsorge gegen Gelbfieber
Neben einer Schutzimpfung bietet sorgsamer
Mückenschutz die beste Vorsorge. Dazu zählt zum einen das Tragen von langen Oberteilen und Hosen. Zum anderen schützt ein geeignetes Mückenschutzmittel. Ein Moskitonetz über dem Bett ist ebenfalls ratsam.
Symptome und Krankheitsverlauf bei GelbfieberDrei bis sechs Tage nach der Infektion treten grippeähnliche Symptome auf: Fieber mit Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, manchmal Übelkeit und Erbrechen. Diese Beschwerden klingen bei einem leichten Verlauf meist nach einigen Tagen wieder ab und die Genesung setzt ein. Verläuft die Gelbfieber-Infektion schwer (bei etwa 15 Prozent aller Fälle), steigt das Fieber erneut, die Leber schwillt an und es zeigen sich Symptome wie bei einer Gelbsucht (daher der Name „Gelbfieber“). Letztlich kommt es zu Hautblutungen und inneren Blutungen (haemorrhagisches Fieber). Der Betroffene leidet unter Bewusstseinsstörungen und Verwirrtheit. Hier endet jeder zweite Fall tödlich.Eine stattgehabte Erkrankung führt zu lebenslanger Immunität.
Diagnose und Behandlung bei GelbfieberBei leichten Fällen von Gelbfieber ist eine Diagnose ohne Blutuntersuchung sehr schwierig. Die Symptome ähneln vielfach denen einer Grippe. Die typischen Symptome treten meist erst im zweiten Stadiumauf. In jedem Fall kann das Gelbfiebervirus im Blut nachgewiesen werden. Die Behandlung von Gelbfieber beschränkt sich auf Schmerz- und Fiebersenkung sowie ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Ein spezielles Medikament gegen Gelbfieber gibt es noch nicht.
Aktuelle Hinweise zu Reisekrankheiten gibt das Auswärtige Amt
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Hepatitis A
Was ist Hepatitis A?
Hepatitis A ist eine
Virus-Infektionskrankheit. Die Krankheit, auch
Gelbsucht genannt, betrifft die Leber. Sie wird durch Infektion mit dem Hepatitis-A-
Virus (HAV) hervorgerufen. Übertragen wird das Virus durch Ausscheidungen von bereits Infizierten, durch verunreinigte Lebensmittel sowie unsauberes Wasser.
Wo kommt Hepatitis A vor?
Hepatitis A ist in verschiedenen Risikokategorien weltweit verbreitet. In Ländern mit mangelnden Hygienestandards ist das Risiko besonders hoch.
Totimpfstoff-Impfung gegen Hepatitis A
Es gibt eine
aktive Immunisierung. Sie besteht normalerweise aus zwei Teilen. Nach der 1. Impfung erfolgt sechs Monate später eine 2. Impfung. Reisende, die kurzfristig eine Immunsierung brauchen, können sich auch noch einen Tag vor Abreise impfen lassen. Der Impfschutz baut sich innerhalb von ca. zehn Tagen auf - die Inkubationszeit von Hepatitis A beträgt 20 bis 40 Tage. Die 2. Impfung erfolgt dann nach der Reise. Eine Hepatitis A-Impfung wird meist in Kombination mit
Hepatitis B verabreicht. Die Wirkung hält zehn Jahre an.
Vorsorge gegen Hepatitis A
Verzichten Sie auf das Trinken von Leitungswasser und auf alle Nahrungsmittel, die nicht gekocht, gebraten oder geschält sind. Ein erhöhtes Risiko stellen fäkaliengedüngtes Gemüse (z.B. Salate) und Meeresfrüchte (z.B. Muscheln, Schalentiere und Austern) dar. Dies betrifft auch gehobene Hotels und Gaststätten! Benutzen Sie Wasser ausschließlich aus abgepackten und verschlossenen Flaschen. Keine Eiswürfel in Getränke!
Symptome und Krankheitsverlauf bei Hepatitis A
Hepatitis A äußert sich vornehmlich durch Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Es kommt zu Durchfällen, Dunkelfärbung des Urins sowie Fieber. Durch Vergrößerung der Leber entsteht zudem ein Druckschmerz im Oberbauchbereich. Etwa die Hälfte der Betroffenen entwickelt eine sogenannte Gelbsucht. Diese führt zu einer Gelbfärbung der Haut und der Augen. Hepatitis A heilt ungefähr nach drei bis sechs Wochen aus. Eine überstandene Infektion gibt eine lebenslange Immunität.
Diagnose und Behandlung bei Hepatitis A
Der behandelnde Arzt kann Hepatitis A sowohl durch die Symptome der Gelbfärbung als auch durch Blut- und Stuhlanalysen feststellen. Spezielle Medikamente gegen Hepatitis A gibt es nicht. Der Arzt behandelt lediglich die Symptome. Betroffene müssen absolute Bettruhe einhalten und ihre Leber durch eine entsprechende Diät schonen.
Eine Hepatits-A-Infektion ist meldepflichtig! Aktuelle Hinweise zu Reisekrankheiten gibt das
Auswärtige Amt.
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Hepatitis B
Was ist Hepatitis B?
Hepatitis B ist eine Virus-Infektionskrankheit. Das Virus wird durch alle Körperflüssigkeiten, insbesondere über Blut und Sperma, übertragen. Die Ansteckungsgefahr bei Hepatitis B ist ca. 50 Mal höher als bei HIV! Die verantwortlichen
Viren (Hepatitis B-Virus (HBV)) greifen die Leber an. Leberzirrhose kann eine der Folgen sein. Eine chronische Hepatitis B erhöht das Risiko von Leberkrebs um das 100-fache.
Wo kommt Hepatitis B vor?
Hepatitis B gehört zu den weltweit häufigsten Infektionserkrankungen. Neueste Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 300 Millionen Menschen chronisch mit dem Hepatitis B-Virus infiziert sind. In Deutschland schätzt das Robert-Koch-Institut die Zahl der Betroffenen auf 300.000-500.000.
Gentechnische Totimpfstoff-Impfung gegen Hepatitis B
Es gibt sowohl eine passive als auch eine aktive Immunisierung gegen Hepatitis B. Die passive Impfung wird für alle diejenigen empfohlen, die bereits mit Hepatitis B in Kontakt gekommen sind. Sie muss spätestens 48 Stunden nach erfolgtem Kontakt erfolgen, um effektiv wirken zu können. Allerdings gehen Experten davon aus, dass der Schutz hier nur bei rund 80% liegt. Außerdem ist die passive Impfung sehr teuer. Die aktive Impfung dient zur Vorbeugung. Es ist eine Dreifach-Impfung innerhalb von sechs Monaten. Der Impfschutz hält ca. zehn Jahre an. Eine Hepatitis B-Impfung wird vielfach in Kombination mit einer
Hepatitis A-Impfung durchgeführt. Im Allgemeinen wird die Impfung gut vertragen.
Vorsorge gegen Hepatitis B
Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist die Vermeidung von direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten.
Schützen Sie sich neben der Impfung durch den konsequenten Gebrauch von Kondomen. Verwenden Sie nur Nadeln und andere medizinische Instrumente, die entweder sterilisiert oder neu verpackt sind (z. B. Einwegnadeln).
Symptome und Krankheitsverlauf bei Hepatitis B
Die Inkubationszeit bei Hepatitis B liegt zwischen zwei Wochen und sechs Monaten. Der behandelnde Arzt kann anhand der Symptome zunächst keinen Unterschied zwischen Hepatitis A und B feststellen. Die Krankheit beginnt mit grippeähnlichen Erscheinungen, Übelkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen färbt sich der Urin dunkel, der Stuhl hell und es kommt zur Gelbfärbung der Haut und des Auges. Der weitere Verlauf ist unterschiedlich. Zehn bis 30 % aller Patienten entwickeln eine chronische, d. h. eine länger als sechs Monate andauernde Hepatitis B. In Einzelfällen kann die Krankheit auch tödlich verlaufen.
Diagnose und Behandlung bei Hepatitis B
Spezielle Medikamente zur Behandlung einer Hepatitis-B-Infektion gibt es bisher nicht. Der behandelnde Arzt verabreicht sogenannte Interferone (Zucker-Eiweiß-Moleküle zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems). Zusätzlich müssen die Betroffenen strenge Bettruhe einhalten und für ihre Leber eine entsprechende Diät anwenden.
Die Krankheit ist meldepflichtig!
Aktuelle Hinweise zu Reisekrankheiten gibt das
Auswärtige Amt.
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Hepatitis C
Was ist Hepatitis C?
Hepatitis C ist eine Virus-Infektionskrankheit. Die verantwortlichen
Viren (HCV) Flavivirus) befallen die Leber. Das
Virus wird vor allem durch Blutkontakt übertragen, z. B. bei Transfusionen oder durch direkten Blutkontakt bei Verletzungen. Das Risiko einer Infektion durch sexuelle Kontakte besteht. Die Bedeutung anderer Körperflüssigkeiten, in denen man das Hepatitis C
Virus nachwiesen kann, wie z. B. Tränenflüssigkeit oder Speichel bei der Übertragung ist noch nicht im Einzelnen geklärt.
Wo kommt Hepatitis C vor?
Hepatitis C ist weltweit verbreitet. Die WHO schätzt, dass ca. drei Prozent der Weltbevölkerung mit Hepatitis C infiziert ist. Regionale Unterschiede gehen meist mit dem Entwicklungsstand des Gesundheitssystems einher.
Noch keine Impfung gegen Hepatitis C Gegen Hepatitis C gibt es derzeit
keinen Impfstoff.
Vorsorge gegen Hepatitis C
Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist die Vermeidung von direktem Kontakt mit Blut. Verwenden Sie nur Nadeln und andere medizinische Instrumente, die entweder sterilisiert oder neu verpackt sind (z. B. Einwegnadeln).
Schützen Sie sich durch den konsequenten Gebrauch von Kondomen.
Symptome und Krankheitsverlauf bei Hepatitis C
Die Inkubationszeit liegt zwischen zwei und 26 Wochen. In einigen Fällen kommt es zu einer akuten Hepatitis mit Symptomen wie Durchfall, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. Rund ein Viertel der Betroffenen merkt oft nichts von ihrer Infektion. Hepatitis C verläuft hier mild und heilt nach der akuten Krankheitsphase ohne bleibende Schäden aus. In den meisten Fällen verläuft Hepatitis C chronisch. Es kann zu Leberzirrhose oder Leberkrebs kommen.
Diagnose und Behandlung bei Hepatitis C
Aufgrund des unspektakulären Verlaufs der Infektion kann der behandelnde Arzt Hepatitis C anhand von Symptomen oft nicht feststellen. Erst mithilfe einer gezielten Blutuntersuchung kann er den Hepatitis C-Virus definitiv nachweisen. Spezielle Medikamente zur Behandlung einer Hepatitis C-Infektion gibt es bisher nicht. Der behandlende Arzt verabreicht sogenannte Interferone (Zucker-Eiweiß-Moleküle zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems). Eine überstandene Hepatitis C-Infektion führt nicht zu einer Immunisierung. Sie können sich erneut mit dem Hepatitis C-Virus anstecken.
Die Krankheit ist meldepflichtig!
Aktuelle Hinweise zu Reisekrankheiten gibt das
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Hepatitis D
Was ist Hepatitis D?
Hepatitis D ist eine Virus-Infektionskrankheit. Das verantwortliche Virus (HDV, früher Delta-Agens oder Delta-Virus genannt) kann nur in Verbindung mit dem Hepatitis B-Virus auftreten. Menschen, die mit Hepatitis D infiziert sind, leiden gleichzeitig an
Hepatitis B. Hepatitis D überträgt sich durch Blut oder Körperflüssigkeiten wie Sperma.
Wo kommt Hepatitis D vor?
Hepatitis D ist weltweit verbreitet. Regionale Unterschiede gehen meist mit dem Entwicklungsstand des Gesundheitssystems einher.
Hepatits B Impfung schützt gegen Hepatitis D
Eine Impfung gegen Hepatitis D ist in der
Impfung gegen Hepatitis B enthalten. Allerdings ist die Wirkung nur dann gewährleistet, wenn zum Zeitpunkt der Impfung keine chronische Hepatitis B vorlag.
Vorsorge gegen Hepatitis D
Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist die Vermeidung von direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten.
Schützen Sie sich neben der Impfung durch den konsequenten Gebrauch von Kondomen. Verwenden Sie nur Nadeln und andere medizinische Instrumente, die entweder sterilisiert oder neu verpackt sind (z. B. Einwegnadeln).
Symptome und Krankheitsverlauf bei Hepatitis D
Die Inkubationszeit liegt zwischen ein bis sechs Monaten. Hepatitis D beginnt häufig mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden. Begleitend leidet der Betroffene auch an Fieber. Im weiteren Verlauf treten die typischen Symptome einer Gelbsucht auf: Dunkelfärbung des Urins, Hellfärbung des Stuhls und Gelbfärbung der Haut und der Augen. Bei gleichzeitiger Infektion mit Hepatitis B verläuft die Krankheit wie bei
Hepatitis B.
Die Hepatitis D Erkrankung ist meldepflichtig!
Diagnose und Behandlung bei Hepatitis D
Der behandlende Arzt stellt Hepatitis D durch gezielte Blutuntersuchungen fest. Zurzeit gibt es kein wirksames Medikament gegen Hepatitis D. Der Arzt behandelt deshalb rein symptomatisch. Er verabreicht Schmerzmittel und verordnet Bettruhe.
Aktuelle Hinweise zu Reisekrankheiten gibt das
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